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Riesenrad auf dem Domshof. „Ein guter Radschlag für die Bremer Innenstadt!“, kommentiert Dr. Helmut Hafner

Anneliese Loose-Hartke Stiftung lädt ein!

6. Virtueller Salon

Liebe Freundinnen und Freunde, Partnerinnen und Partner,

herzlich willkommen zu unserem sechsten Virtuellen Salon.
Und das sind unsere heutigen Themen:

1. Bremen von oben. Blicke aus dem Riesenrad

Anfang Juli durfte der Schausteller Sascha Hanstein, nach einem vierwöchigen Kampf um die Genehmigung, sein Riesenrad auf dem Domshof in Bremen aufstellen. Fünf Runden auf dem 33 Meter hohen Riesenrad kosten vier Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder. Noch bis Ende August, wahrscheinlich auch etwas länger, wird das Fahrgeschäft auf dem Domshof Einheimischen wie Stadtgästen neue perspektivische Blicke auf Bremen eröffnen. Was für (Augen)Blicke wir, d.h., ich und meine Fotokamera, aus dem Riesenrad genossen und festgehalten haben, zeigt die Datei „Bremen von oben. Aus dem Riesenrad“.

2. Sommerlyrik

Zu den heißesten Themen dieses Monats gehört die Hitzewelle, die sich auch in Norddeutschland ungewöhnlich lange gedauert hat. Eine Folge der Klimaerwärmung? Mag sein. Allerdings war die ungewöhnliche Hitze in Deutschland auch vor 100 und 200 Jahren kein unbekanntes Phänomen. Davon zeugt u.a. eine Reihe von Gedichten aus früheren Epochen, z.B., aus der Feder von Goethe, Novalis und Tucholsky (siehe Datei „Drei heiße Sommergedichte“).

3. Musik. Violinistin Anna Markova musiziert im Bremer Bürgerpark

Die gegenwärtig in Paris lebende Geigerin Anna Markova hat während ihres kurzen Besuches in Bremen einige Stücke für unseren Virtuellen Salon eingespielt. Eine herrliche Kulisse für Annas Musizieren bildete der Meiereisee im wunderschönen Bürgerpark Bremen. Heute spielt die deutsch-französisch-weißrussische Violinvirtuosin Anna Markova für uns das Preludio aus der Partita Nr. 3 E-Dur für Violine solo von Johann Sebastian Bach:



4. Das klingende Rathaus. Portativ

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Wendeltreppe am Einbau in der Oberen Rathaushalle: die Portativspielerin, 1616

Die Rubrik „Das klingende Rathaus“ führt uns heute in die Obere Halle. Am hölzernen Einbau von 1616 können wir eine ganze Reihe von Musikinstrumenten und musizierenden Figuren entdecken, darunter eine Orgelspielerin (am Geländer der Wendeltreppe). Diese kleine mittelalterliche Orgel wird das Portativ genannt (von lat. portare „tragen“). Die Besonderheit des Portativspielens besteht darin, dass die Klaviatur des Instruments ausschließlich mit der rechten Hand bedient wird, während die linke Hand den Balg betätigt, der den Pfeifen Wind zuführt. Das Portativ wurde vor allem im Mittelalter und, seltener, in der Renaissance gespielt. Zur Zeit der Entstehung des Einbaus in der Oberen Halle kam das Instrument aus dem Gebrauch, wurde aber noch lange in der bildenden Kunst symbolisch verwendet. Aber was könnte die im Bremer Rathaus dargestellte Portativspielerin versinnbildlichen? Wohl Muse Euterpe, Vertreterin der Tonkunst und der lyrischen Poesie, mutmaßt Rolf Gramatzki, Autor des fundamentalen Buches „Das Rathaus in Bremen. Versuch zu seiner Ikonologie“ (1994), gesteht aber zugleich, dass hier die Sinngebung „in der Schwebe“ bleibt.

Zum Klingen wird das mittelalterliche Portativ von der chilenischen, in Basel lebenden Musikerin Catalina Vicens gebracht: sie spielt ein "Rondeau" aus „Tres Novas Cantigas“ des modernen amerikanischen Komponisten Carson Cooman, der diese Musik im mittelalterlichen Stil eigens für Catalina Vicens geschrieben hat:



5. Wertschätzung der 1. Generation der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter am 1. September 2020 um 19:00 Uhr im Park des Focke-Museums

Die in der vorigen Salon-Ausgabe angekündigte Veranstaltung zur Wertschätzung der 1. Generation der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, für die sich einige Interessierte bereits angemeldet haben, nimmt zunehmend Gestalt an. Hier sind die wichtigsten Programmpunkte: Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte wird die Veranstaltung um 19:00 Uhr eröffnen. Danach wird die Publizistin Ferda Ataman eine Rede zum Thema halten. Es werden fünf Kurzfilme gezeigt, die das Leben der ersten Arbeitsmigranten spiegeln. Für die ursprünglich geplante Sängerin Nihan Devecioglu, die zurzeit aus Quarantäne-Gründen nicht nach Bremen kommen kann, ist der Bremer Weltmusiker, Multiinstrumentalist und Sänger Willy Schwarz eingesprungen.

Wir hoffen sehr, dass es uns gelingt, die geplante Veranstaltung am 1. September trotz der Pandemie erfolgreich durchzuführen und einige von Ihnen/Euch im Park des Focke-Museums persönlich zu begrüßen!

Herzliche Grüße, bleibt gesund und bis zum nächsten Mal!
Gennady Kuznetsov und Helmut Hafner

P.S. Eine gute Nachricht. Die Sängerin Nihan Devecioglu soll Mitte September auf Einladung des Theater Bremen für mehrere Tage nach Bremen kommen, und da werden wir die Möglichkeit haben, mit ihr ein großes Konzert zu organisieren. In Vorfreude darauf veröffentlichen wir hier heute ein Video, auf dem Nihan ein schönes portugiesisches Lied singt: Nostalgia (Fado). Nihan Devecioglu, Friederike Heumann, Xavier Díaz-Latorre: Residenz München, Schwarzer Saal: Nihan Devecioglu – Voice, Friederike Heumann – Lirone



Ausführlicher zum Projekt „Wertschätzung der 1. Generation der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“ unter dem Menüpunkt Generationgastarbeiter.html.
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Blick auf Bremen aus dem Riesenrad auf dem Domshof

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