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Osterspaziergang durch den (fast menschenleeren) Ostertorsteinweg. Foto: Gennady Kuznetsov

Anneliese Loose-Hartke Stiftung wünscht allen einen schönen Ausklang der Osterzeit!

2. Virtueller Salon

Liebe Freundinnen und Freunde, Partnerinnen und Partner,

wir hoffen sehr, dass Ihr – trotz der coronavirusbedingten Einschränkungen – diese schönen Ostertage auf die eigene Art und Weise genießt: ob zu Hause, im eigenen Garten, oder bei Spaziergängen durch immer leerer werdende Straßen und Grünanlagen Bremens. Es kommt gar nicht selten vor, dass die Osterzeit uns schöne sonnige Tage beschert. Aber in der vergangenen Osterwoche schien die Natur sich selbst an sonniger Schönheit übertreffen zu wollen: ich habe den Eindruck, als wollte die Stadt Bremen sich von ihren attraktivsten Seiten zeigen (zumindest mir). Vor einigen Tagen haben der NDR und 3sat eine Initiative „Kultur trotz(t) Corona“ ins Leben gerufen; aber nicht nur Kultur, sondern die Natur selbst scheint der Corona-Krise zu trotzen. Mit der Datei „Natur trotz(t) Corona“ setzen wir unsere Rubrik „Bremen und umzu. Eine fotografische Liebeserklärung“ fort: hoffentlich entdeckt Ihr im Altbekannten auch etwas Neues und Sehenswertes.

Osterwoche, Osterfest, Ostereier, Osterhase, Osterstraße, Osterdeich, Ostertorsteinweg… Auch wenn die drei letztgenannten Straßennamen mit Ostern etymologisch nichts zu tun haben (oder doch?), erinnern sie zumindest klanglich daran. Das hat den Vorsitzenden der Anneliese Lose-Hartke Stiftung Helmut Hafner auf die Idee gebracht, Euch eine dieser Bremer Straßen, nämlich den Ostertorsteinweg, näher vorzustellen. Heute laden wir Euch ein zu einem fotografischen Spaziergang durch die 1000 Meter lange historische Straße in Bremen-Viertel: die Datei heißt „Osterspaziergang durch den Ostertorsteinweg“.

Vielen herzlichen Dank an diejenigen, die uns nach dem ersten Newsletter interessante, anregende Rückmeldungen geschickt haben. Es freut mich, dass unsere Rubrik „Das klingende Rathaus“ bei manchen von Euch großes Interesse geweckt hat. Die erste Geschichte war den Darstellungen von Hörnern am Bremer Rathaus gewidmet; heute geht es weiter mit einem besonderen Blasinstrument – dem Zink. (Siehe Datei „Das klingende Rathaus. Zink“. Links zu den Zink-Videos unten).

Auch unsere Rubrik „Frühlingsgedichte“ hat einen guten Anklang gefunden. Einige Freunde haben uns ihre eigenen Gedichte geschickt, und von Gabriele Brünings kam der Vorschlag, die Rubrik „Mein Lieblingsgedicht“ ins Leben zu rufen, in der Ihr Eure Lieblingsgedichte mit uns und den anderen teilen werdet. Diese Rubrik beginnen wir logischerweise mit einem Gedicht, das uns Gabriele Brünings zukommen ließ (siehe Datei „Mein Lieblingsgedicht. Gabriele Brünings: Ein Gedicht von H. Heine“). Vielleicht schickt Ihr uns auch Euer Lieblingsgedicht? Und von unserem Leser Prof. Dr. phil. Gert Sautermeister, dem Germanisten und Vorsitzenden der Goethe-Gesellschaft zu Bremen, erwarten wir nicht nur Gedichte, sondern auch seine neue Welten eröffnenden Kommentare dazu, für die er im ganzen deutschen Sprachraum bekannt ist.

Musikalisch begrüßt uns heute die weltweit gastierende und in Bremen lebende Sopranistin Dorothee Mields. Sie singt die Arie „Einsamkeit Du Qual der Hertzen“ von Johann Philipp Krieger (1649-1725), die übrigens durch einen Solopart auf dem Zink, unserem heutigen Rathaus-Instrument, eingeleitet wird:


Weitere Videos über den Zink:
1. Elbphilharmonie Erklärt | ...den Zink:


2. Nicolò Corradini: Sonata “La Golferamma,” Kiri Tollaksen und Alex Opsahl, Zinken:


Und zum Schluss noch eine kurze Geschichte von Helmut Hafner:

Im Talmud steht folgende Geschichte:
"Ich ging einmal in einer stockfinsteren Nacht und sah einen Erblindeten, der des Wegs ging mit einer Fackel in der Hand. Ich sagte zu ihm: Mein Sohn, du bist blind, was nützt dir diese Fackel? Er sagte zu mir: Die ganze Zeit, da eine Fackel in meiner Hand ist, sehen mich Menschen und bewahren mich vor Fallgruben, vor Dornen und vor Disteln."

Wo ein solches Grundvertrauen in den Menschen möglich ist, haben wir Grund zur Hoffnung.

Herzliche Grüße
Gennady Kuznetsov und Helmut Hafner

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Mozartstraße: Claas Harders mit seiner Gambe. Vom 18.03. bis zum Karfreitag, täglich um 16:00 Uhr, musizierte er (zusammen mit der Initiatorin des Projekts, der Sopranistin Dorothee Mields, der Altistin Lotte Rudhart und den Menschen aus der Nachbarschaft) Auszüge aus der Matthäus-Passion und Choräle aus der Johannes-Passion von J. S. Bach sowie Stücke von Marin Marais.

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